Azubis aus Vietnam: Erwartungen und Zuständigkeiten klären
4 Min. Lesezeit

Azubis aus Vietnam: Erwartungen und Zuständigkeiten klären

Vom Ausbildungsprofil bis zum ersten Tag: Welche Erwartungen, Leistungen und Verantwortlichkeiten Betrieb, Bewerber und DMF gemeinsam klären sollten.

Eine Ausbildung beginnt mit Erwartungen auf beiden Seiten. Der Betrieb sucht jemanden, der lernen und mitarbeiten möchte. Bewerberinnen und Bewerber möchten wissen, was sie im Beruf, in der Berufsschule und im Alltag erwartet. Wer Azubis aus Vietnam gewinnen möchte, sollte diese Fragen früh besprechen und Aufgaben sowie Zuständigkeiten nachvollziehbar festhalten.

Mit einem konkreten Ausbildungsprofil starten

Eine Berufsbezeichnung allein reicht für die Vorbereitung des Kennenlernens nicht aus. Beschreiben Sie typische Tätigkeiten, Arbeitszeiten, den Ausbildungsort und die Begleitung im Betrieb. Erklären Sie auch, welche Aufgaben am Anfang anstehen und was im Laufe der Ausbildung gelernt wird.

Hilfreich ist eine kurze Übersicht, die Betrieb, DMF und Bewerber für dieselben Fragen nutzen können:

  • Welcher Ausbildungsberuf und welcher Starttermin sind vorgesehen?

  • Welche Aufgaben prägen den Arbeitsalltag?

  • Wer übernimmt die fachliche Anleitung und beantwortet organisatorische Fragen?

  • Welche Anforderungen bestehen an die Kommunikation im Betrieb und in der Berufsschule?

  • Welche Informationen zu Vergütung, Wohnen und Arbeitsweg müssen vor einer Entscheidung noch geklärt werden?

Die Antworten schaffen eine Grundlage für die Auswahl. Sie sind kein Ersatz für die individuelle Prüfung der Voraussetzungen und die verbindlichen Vereinbarungen.

Berufswahl im Gespräch nachvollziehen

Fragen Sie nach den Gründen für die Berufswahl und nach der Vorstellung vom Alltag. „Warum möchten Sie diese Ausbildung machen?“ ist ein Anfang. Aussagekräftiger wird das Gespräch mit einer Anschlussfrage: „Welche Aufgabe würde Ihnen liegen, und was müssten Sie noch lernen?“

Geben Sie zugleich ein realistisches Bild Ihres Betriebs. Beschreiben Sie einen gewöhnlichen Arbeitstag und auch anspruchsvolle Situationen. Die Person sollte Gelegenheit haben, eigene Fragen zu stellen. So können beide Seiten prüfen, ob ihre Vorstellungen zusammenpassen.

Vorbereitung bei DMF einordnen

DMF beschreibt die Zusammenarbeit als einen Prozess aus Bedarfsklärung, Auswahl, Vorbereitung, Interview und weiteren organisatorischen Schritten. Zur Vorbereitung gehören Deutschunterricht und Angebote rund um Bewerbung und Interview. Im konkreten Fall sollte klar sein, welche Bausteine bereits abgeschlossen sind und was noch aussteht.

Für Arbeitgeber lohnt sich dabei ein genauer Blick auf die Sprachvorbereitung und Fragen für das Auswahlgespräch. Ein allgemeines Sprachniveau beantwortet noch nicht jede Frage zur Verständigung in Ihrem Arbeitsalltag. Stimmen Sie ab, welche Aufgaben und Gesprächssituationen für den Einstieg besonders wichtig sind.

Leistungen, Kosten und Verantwortlichkeiten klären

Vor einer Zusammenarbeit sollten alle Beteiligten verstehen, welche Leistungen vereinbart werden und wer welche Kosten trägt. Fragen Sie nach einer nachvollziehbaren Beschreibung von Vorbereitung, Vermittlung, organisatorischer Unterstützung und gegebenenfalls vereinbarter Begleitung nach der Ankunft. Auch mögliche zusätzliche Kosten und Bedingungen bei Änderungen gehören in diese Abstimmung.

Das offizielle Portal Make it in Germany nennt Transparenz und verständliche schriftliche Vereinbarungen als wichtige Orientierung bei der Auswahl von Vermittlungsagenturen. Für Ihren konkreten Auftrag zählt, was die Beteiligten tatsächlich vereinbaren. Eine allgemeine Leistungsbeschreibung ersetzt diese Klärung nicht.

Die Übergabe vor dem Ausbildungsstart vorbereiten

Spätestens vor dem geplanten Beginn sollten Betrieb und neue Auszubildende wissen, an wen sie sich wenden können. Dazu gehören die Ansprechperson am ersten Tag, der Treffpunkt, die vereinbarten organisatorischen Schritte und eine Möglichkeit, Fragen früh zu melden.

  • Der Betrieb klärt die Einführung in Aufgaben, Team und betriebliche Abläufe.

  • DMF und weitere beteiligte Stellen stimmen die jeweils vereinbarten Unterstützungsaufgaben mit dem Betrieb und den Auszubildenden ab.

  • Die Auszubildenden erhalten verständliche Informationen zu ihren nächsten Schritten und können offene Fragen ansprechen.

Halten Sie fest, wer sich um Wohnen, Arbeitsweg, Termine und andere organisatorische Punkte kümmert. Welche Unterstützung DMF übernimmt, richtet sich nach der konkreten Vereinbarung.

Nach dem Einstieg im Gespräch bleiben

Planen Sie als Betrieb regelmäßige kurze Rückmeldungen ein: Was wurde verstanden? Welche Aufgabe ist noch unklar? Funktioniert die Abstimmung mit der Berufsschule? Eine feste Ansprechperson erleichtert es, Schwierigkeiten zu benennen und nächste Schritte zu vereinbaren.

Eine sorgfältige Vorbereitung kann nicht garantieren, dass jede Ausbildung ohne Probleme verläuft. Sie schafft aber eine gemeinsame Grundlage, auf der Betrieb und Auszubildende Entscheidungen treffen und offene Punkte bearbeiten können.

Ihre Ausbildungsmöglichkeit mit DMF besprechen

Wenn Sie Auszubildende aus Vietnam für Ihren Betrieb kennenlernen möchten, nennen Sie uns Ausbildungsberuf, Standort, geplanten Beginn und Ihre Möglichkeiten zur Begleitung. Daraus lässt sich der nächste Schritt der Zusammenarbeit vorbereiten.

Ausbildungsbedarf mitteilen

B2B-Fachkräfte-Service für Arbeitgeber

Suchen Sie qualifizierte Fachkräfte oder Auszubildende?

DMF Talents begleitet deutsche Unternehmen bei der passgenauen Auswahl, rechtssicheren FEG-Visabeschleunigung und nachhaltigen betrieblichen Integration von Talenten aus Vietnam.

✓Rechtssicher nach FEG & § 296a SGB III
✓Erfolgsbasiertes Honorarmodell
✓Kostenlose Ersatzgarantie bei Abbruch
AnrufenBedarf melden